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Radtour 2000: Passau - Genua
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Tour-Daten der 4. Etappe:
Zeitraum: 15.07.2000 - 28.07.2000, davon 11,5 Fahrradtage
Streckenlänge: 1180 km
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Einzeletappen:
1. Tag: Ankunft Passau mit Mietwagen, Schärding, Reichersberg
2. Tag: Reichersberg, Braunau, Stammham, Neuötting, Mühldorf, Waldkraiburg
3. Tag: Waldkraiburg, Wasserburg, Rosenheim, Kiefersfelden
4. Tag: Kiefersfelden, Kufstein, Jenbach, Innsbruck, Oberhofen
5. Tag: Oberhofen, Brennbichl, Schönwies, Landeck, Prutz, Pfunds
6. Tag: Pfunds, Nauders, Reschen, Laas, Latsch, Naturns
7. Tag: Naturns, Meran, Bozen, Salurn
8. Tag: Salurn, Trento, Roverto, Mori, Torbole am Gardasee
9. Tag: Ruhetag in Torbole am Gardasee
10. Tag: Torbole, Riva, Limone, Salo, Prevalle, Castenedolo, Bagnolo, Manerbio
11. Tag: Manerbio, Casalbuttano, Pizzighettone, Stradella
12. Tag: Stradella, Broni, Verrua Po, Pizzale, Isola S. Antonio, Sale, S. Giuliano, Novi Ligure
13. Tag: Novi Ligure, Gavi, Voltaggio, Passo della Bocchetta, Campomorone, Genua
14. Tag: Abreise Genua mit der Bahn
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Tourbericht:
Verliefen die bisherigen Etappen bis auf einige Zwischenstücke ohne größere Anstiege und parallel zu Flüssen, so kam ab Passau die Wende: Wir entschieden uns über die Alpen zum Gardasee zu fahren. Von den Flüssen konnten wir uns nicht so ganz trennen. So wollten wir am Inn entlang flussaufwärts nach Pfunds fahren, dann über den Reschenpass und schließlich entlang der Etsch abwärts Richtung Verona.
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Nach unserer Ankunft in Passau am Nachmittag, sind wir noch 35 km bis nach Reichersberg gefahren.
Von Reichersberg führte uns die Strecke über Braunau und Neuötting nach Waldkraiburg, wo wir nach einer kurzen Diskussion mit einem Autofahrer über das Linksabbiegen im Straßenverkehr auch übernachtet haben.
Am nächsten Tag ging es dann über Wasserburg und Rosenheim nach Kiefersfelden. Ein erster kleinerer Anstieg (Bild) vor Wasserburg hat uns schon einen Schrecken eingejagt, was da noch alles vor uns liegt. Hinter Wasserburg konnte man auf flacher Strecke das erste Mal die Alpen in der Ferne liegen sehen. In Rosenheim haben wir uns dann an einer Autobahnüberführung verloren und über eine Stunde gebraucht, uns wieder zu finden.
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Ab Kiefersfelden führte der ausgeschilderte Inntalradweg teilweise recht nah an der Autobahn entlang. Der erste Teil der Strecke nach Oberhofen war daher nicht so schön, aber die Strecke besserte sich danach wieder.
In Innsbruck (Bild) haben wir eine gemütliche Kuchenpause eingelegt und Oberhofen schließlich abends erreicht.
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Der nächste Tag nach Pfunds bedeutete dann den ersten schweren Anstieg (Bild). Wegen der gleichmäßigen und gut ausgebauten Streckenführung haben wir die Bergetappe aber recht gut überstanden.
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Der Hauptanstieg bis auf 1540 m ü. NN stand uns dann am nächsten Tag bevor. Weil die Fahrrad- Strecke auf dem letzten Stück nicht mehr neben der Pass-Strasse separat geführt wird, sondern man sich die Straße mit dem übrigen Verkehr teilt, sind wir recht früh aufgebrochen.
Auf das Schlimmste gefasst und vom Ehrgeiz getrieben, auf keinen Fall aufzugeben, waren wir überrascht, wie gut unser Anstieg letztlich geklappt hat. Der fortwährend gleichmäßige Anstieg war besser zu bewältigen, als wir gedacht hatten!
Auch der Verkehr war nicht annähernd so stark wie befürchtet und so hatten wir noch genügend Muße, die herrliche Landschaft zu bewundern.
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Am Reschensee (Bild) haben wir uns dann erstmal eine ausgiebige Mittagspause gegönnt.
Unser eigentliches Ziel hatten wir erreicht. Wir waren dementsprechend glücklich, ausgelassen und auch ein wenig stolz auf unsere Leistung. ,um schließlich am gleichen Tag noch abwärts bis nach Naturns zu fahren. Nach den anstrengenden Bergetappen war das Bergabrollen ein wirklicher Genuss!
Den Lohn unserer Mühen wollten wir noch am gleichen Tag einlösen. Wir machten uns daher an die rauschende Talabfahrt und sind bis zum Abend noch bis Naturns gefahren.
Nach den anstrengenden Bergetappen war das Bergabrollen ein wirklicher Genuss!
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Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Meran (Bild), Bozen und Salurn. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Radwege entlang der Etsch gut ausgebaut. Fehlende Zwischenstücke sind auch in älteren Reiseführern schon als Baustelle beschrieben, es dauert halt alles seine Zeit...
So langsam mussten wir uns Gedanken machen, wohin unsere Tour weiter gehen sollte. Schließlich hatten wir uns ja nur vorgenommen, irgendwie Richtung Gardasee zu fahren. In einem Buchladen in Meran waren wir, was Fahrradkarten anging, noch nicht fündig geworden. Also fuhren wir erstmal weiter an der Etsch entlang Richtung Rovereto. Von dort haben wir beschlossen, die Etsch zu verlassen und nach Torbole am Gardasee zu fahren.
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Am Gardasee (Bild) angekommen, haben wir uns erstmal einen Tag Pause gegönnt, auch um in diversen Buchläden nach geeignetem Kartenmaterial für die weitere Tour zu suchen. Gefunden und schließlich auch gekauft haben wir nur diverse Autokarten im Maßstab 1:200.000, welche zum Fahrradfahren nur bedingt geeignet waren.
So haben wir auch gleich den entscheidenden Fehler gemacht, den Gardasee an der Westseite zu passieren. Auf dieser Seite war erstens sehr viel Verkehr und zweitens eine Vielzahl dunkler und stickiger Tunnel. Trotz dieser widrigen Umstände sind wir aber am gleichen Tag noch bis Manerbio gekommen, was südlich von Brescia liegt.
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Für den weiteren Verlauf der Strecke haben wir dann nur noch die auf der Karte am dünnsten markierten Straßen gewählt, aber es sollte am nächsten Tag gleich der nächste Fehler passieren: Um den Fluss Oglio zu überqueren, über den recht wenige Straßen führen, haben wir eine auf der Karte eingezeichnete Autofähre angesteuert. Leider lag die anvisierte Stelle in gottverlassener Einöde und wir mussten einen Umweg über Quinzano in Kauf nehmen.
Als nächstes sind wir dann zur Po-Ebene (Bild) gefahren. Die Region nördlich des Po's lebt hautsächlich von der Landwirtschaft, und das nicht gerade gut. Ansiedlungen wirkten teilweise heruntergekommen und verlassen. Vielleicht auch deshalb, weil in der Ferienzeit viele die Region verlassen, um beipielsweise am Gardasee zu arbeiten. Für uns war es deshalb schon schwer, überhaupt ein Mittagessen zu ergattern.
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Nach der sehr flachen Po-Ebene erwartete uns Richtung Mittelmeer noch eine größere Anstrengung in Form des Passo della Bocchetta (Bild). Zwar beträgt die Passhöhe nur 772 m ü.NN, aber mir kam es fast anstrengender vor, als der Reschenpass.
Das lag zum einen wahrscheinlich an der mittlerweile glühenden Juli- Hitze, zum anderen aber auch daran, dass mir auf den letzten Kilometern noch der vordere Schaltzug gerissen ist und wir keine vernünftigen Ersatzteile dabei hatten.
Naja, aber auch das haben wir überstanden. Zur Belohnung konnten wir von der Passhöhe gemütlich nach Genua einrollen.
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ISBN: 3850000273
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Erscheinungsdatum: 1998
ISBN: 3900869944
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seit 25.03.1999
Letzte Änderung: 09.09.2006
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