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Einführung Diese Seite stellt unsere Radtour durch Europa vor, welche wir in jährlichen Urlaubsetappen seit 1997 fortsetzen. In Bochum gestartet, sind wir mittlerweile (2011) bis nach Istanbul in der Türkei geradelt. Neben einer Beschreibung der alljährlichen Etappen finden Sie hier eine Linkliste mit weiteren Tourenbeschreibungen im Internet sowie Buch- und Kartentipps zu den einzelnen Teilstrecken. Etappenorte
Gesamtübersicht Europakarte mit allen Etappenorten Historie Unsere alljährliche Radtour begann 1997 als bloßes Wochenendvergnügen mit dem Versuch von Bochum nach Aachen über die gut ausgeschilderte Kaiserroute zu fahren. Innerhalb der zur Verfügung stehenden anderthalb Tage haben wir dieses Ziel allerdings noch nicht einmal erreicht. Stattdessen sind wir nur bis Bergheim gekommen. Daraufhin hatten wir uns fest vorgenommen, im folgenden Jahr ab Bergheim weiterzufahren. Von Bergheim hat es uns dann aber nicht mehr Richtung Aachen gezogen, sondern wir sind in 1998 über ein verlängertes Wochenende zum Rhein gefahren. Dem Rhein sind wir ein ganzes Stück gefolgt, um dann über Wein- und Bergstraße bis nach Heidelberg zu gelangen. Nach dieser Etappe ist die Idee geboren, im Folgejahr immer vom Etappenziel des letzten Jahres weiterzufahren. Im Jahr 1999 haben wir die Tour auf eine ganze Woche verlängert. Wir sind an Neckar, Jagst, Altmühl und Donau entlang bis nach Passau gefahren. Während die ersten drei Tage richtig schönes Wetter war, mussten wir uns im zweiten Teil der Woche mit Regen pur begnügen. Ab Passau war im Jahr 2000 mit den Fluss-Etappen endgültig Schluss. Wir standen vor der Wahl entweder nördlich Richtung Tschechien zu fahren oder über die Alpen zum Gardasee. Wegen der besseren Radwege haben wir uns dann für den Gardasee entschieden. Aufgrund der schwierigeren Strecke haben wir unseren 'Urlaub' diesmal auf 2 Wochen verlängert. Die Fahrt über den Reschenpass (1514 m ü. NN) hat gut geklappt, so dass wir bereits nach einer Woche am Gardasee waren und von dort bis nach Genua weitergefahren sind. Von Genua bestand eigentlich nur die Option entlang der Via Aurelia Richtung Frankreich zu fahren. Hinter Nizza ging es dann wieder bergauf zur Schlucht von Verdon (1202 m ü. NN). Nach mehreren Etappen durch die Provence führte uns die Strecke dann zu den Pyrenäen, wo wir bis nach Lourdes gekommen sind. In der zweiten Woche mussten wir mit starkem Gegenwind kämpfen. Trotz dieser gewiss anstrengenden Anreise, ist uns in Lourdes leider kein besonderes Wunder widerfahren. Das Jahr 2002 musste leider ohne größere Radtour auskommen (als Ausgleich gab es eine Wochenendtour an der Lahn). Aber das Warten hat sich gelohnt. Im Mai und Juni 2003 ging es endlich weiter. Nachdem wir mit Lourdes schon einen Pilgerort angesteuert hatten und wir doch schon so nah an der spanischen Grenze waren, entschieden wir uns zunächst den Jakobsweg nach Santiago de Compostela weiterzufahren. Da wir von Santiago keinen passenden Rückflug gefunden haben, mussten wir die Tour gleich bis Porto ausweiten. Zunächst ging es also von Lourdes nach Pamplona durch die Pyrenäen und von dort den Jakobsweg entlang nach Ponferrada. In Ponferrada haben wir den Jakobsweg verlassen und sind über den Canyon do Sil durch Galicien und den Peneda-Gerês-Nationalpark in Portugal nach Porto gefahren. Von den Höhenmetern her die bisher anstrengendste Radtour, da wir eine Vielzahl von Pässen hochgefahren sind. Der höchste Pass führte uns zum Cruz de Ferro hinter Astorga auf 1504 m ü. NN Höhe. Wegen der anstehenden Fußball-Europameisterschaft in Portugal fand unsere Radtour des Jahres 2004 schon im Mai statt, schließlich wollten wir nicht in den EM-Trubel geraten. Die Strecke führte zunächst an der portugiesischen Küste entlang nach Süden. Nördlich von Lissabon bogen wir nach Osten ab, um nach Andalusien zu gelangen. Den nördlichen Bereich von Andalusien haben wir dann von West nach Ost durchquert. Die Königsetappe bestand dieses Jahr in der Passüberquerung über 1290 m ü. NN Höhe im Naturpark von Cazorla. Nach etwas mehr als zwei Wochen haben wir mit der Ankunft in Albacete eine Rekordstrecke von 1344 km überstanden. Im Jahr 2005 war es mal wieder gar nicht so einfach, einen gemeinsamen Termin zu finden. Schließlich haben wir uns für die zweite Junihälfte entschieden, so dass Marion ihren Geburtstag während der Tour feiern musste. Von Albacete wollten wir möglichst geradlinig nach Norden Richtug San Sebastian fahren. Schon im Vorfeld war es schwierig einen geeigneten Reiseführer zu bekommen, weil die Region Kastilien-La-Mancha touristisch doch relativ unerschlossen ist. Mit Ausnahme der Umgebung von Cuenca haben wir somit auch bis zum Jakobsweg in Nordspanien kaum Touristen gesehen. In Lizarra Estella am Jakobsweg haben wir erstmals unsere Route gekreuzt, da wir zwei Jahre zuvor in diesem Ort schon eine Mittagspause eingelegt hatten. Von San Sebastian aus führte uns die Route bis nördlich von Arcachon an der Atlantikküste entlang und schließlich ins Landesinnere von Frankreich nach Limoges. Insgesamt standen diesmal 1386 km auf dem Programm. Unsere Radtour nahm im Jahr 2006 unweigerlich ihren Lauf nach Norden. Mit dem schönen Wetter war es nun erstmal vorbei. Um wenigstens nicht zu frieren, hatten wir uns auf den Sommermonat August geeinigt. Doch auch der August bietet keine Garantie für schönes Wetter, die regenfreie Zeit wäre dieses Jahr wohl eher im Juni und Juli gewesen. Aber es wurde trotzdem wieder ein toller und abwechslungsreicher Urlaub. Die Tour ging durch insgesamt 4 Länder: Frankreich, England, Wales und Irland. Dazu bestand sie aus zwei größeren Fährpassagen: Saint Malo - Poole und Swansea - Cork. Den landschaftlich schönsten Abschnitt hatten wir uns mit Irland für die zweite Urlaubswoche aufgespart. Insgesamt sind wir 1455 km gefahren, ehe wir in Dublin ankamen. Im Jahr 2007 mussten wir uns dem nordischen Wetter geschlagen geben. Von insgesamt 15 Tagen waren leider nur drei Tage regenfrei. Unsere ursprüngliche Planung sah vor, von Dublin nach Belfast zu fahren und von dort nach Schottland überzusetzen. Schottland wollten wir einmal durchqueren und im äußersten Norden von Scrabster nach Bergen übersetzen. In Norwegen wollten wir uns dann den spektakulären Rallarvegen gönnen und von Oslo zurück fliegen. Eigentlich von Beginn an war das Wetter schlecht. Mit der Hoffnung auf eine Besserung in Norwegen haben wir zunächst tapfer durchgehalten, schließlich war die Fähre nach Bergen schon gebucht. Die Hoffnung auf eine Wetterbesserung hat sich nicht erfüllt. Der Wetterbericht in Norwegen sagte sechs weitere Regentage voraus. Wir haben dann die Notbremse gezogen und haben die 2007er Etappe in Osoyro abgebrochen. In der Gesamtstrecke sind wir somit immer noch knapp unter 10.000 km. Die 10.000 km sind erreicht - und sogar einige mehr! Für die Strecke im Jahr 2008 mussten wir nachsitzen. Schließlich galt es die im Vorjahr nicht geschafften Kilometer wieder einzufahren. Deshalb haben wir uns dieses Mal auch gut drei Wochen Zeit genommen. Und das Wetter war auch zumindest in der ersten Woche genial, so dass wir den Rallarvegen in Norwegen von seiner herrlichsten Seite erlebt haben. In Schweden holte uns dann der Regen ein. Aber nochmal geben wir nicht auf. So viel gefahren wie dieses Jahr sind wir noch nie. Eine der härtesten Etappen überhaupt. Oder liegt es an meinem zunehmenden Alter? Die Vorbereitungen für die Tour des Jahres 2009 waren etwas aufwendiger. Die Strecke sollte von Helsinki über St. Petersburg, die baltischen Länder und die kurische Nehrung nach Danzig führen. Für Russland benötigten wir ein Visum, und um nächstes Jahr nicht wieder den gleichen Aufwand betreiben zu müssen, hatten wir spontan beschlossen, die Tour dieses Jahr auf über drei Wochen auszudehnen und die Enklave um Kaliningrad gleich mitzunehmen. Trotzdem sind wir knapp an der 2.000 km Marke gescheitert. Von Russland hatten wir bezüglich Fahrrad fahren viele Schauergeschichten im Internet gelesen. Deshalb sind wir auch erstmals alle mit Helm unterwegs gewesen. Doch so schlimm war es gar nicht. Zwar wurden Handgelenke und Wirbelsäule auf den qualitativ mäßigen Straßen ordentlich durchgeschüttelt, aber wir empfanden es nicht gefährlicher als in anderen Ländern Europas. Nach den vielen Sehenswürdigkeiten auf der vorangegangenen Radtour fiel uns die Planung der 2010er Radtour nicht leicht. Wir entschieden uns schließlich für eine Strecke von Danzig nach Cluj-Napoca und darin als Highlights das Riesengebirge, die Karpaten und die Hohe Tatra einzubauen. Mit den vielen Anstiegen war die Tour deutlich anstrengender, als im Vorjahr. Neben den bereits erwähnten Gebirgspassagen war insbesondere auch die Fahrt durch Rumänien faszinierend. In den Vorjahren hatten wir uns meist auf landschaftlich schöne Strecken konzentriert und dazu ein paar mehr oder weniger bedeutende Städte angeschaut. Das Besondere an der Radtour 2011 war dagegen ein Abstecher nach Transnistrien, ein politisch interessantes Ziel in bzw. bei der Republik Moldau. In Rumänien haben wir zuerst die Ostkarpaten über den Borsec-Pass (1105 m ü. NN) sowie den Petru-Voda-Pass (900 m ü. NN) überquert. Über die Republik Moldau und das Abenteuer in Transnistrien zog es uns weiter nach Odessa in der Ukraine. Die zweite Hälfte des Urlaubs verbrachten wir am Schwarzen Meer, allerdings nicht auf Liegestühlen, sondern mit unseren Rädern auf der Strecke nach Istanbul. |
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